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Technologie – Virtual und Augmented Reality2018-03-12T15:26:51+00:00

VR, AR, MR – Was ist das eigentlich?

Virtual-, Augmented- und Mixed Reality – so viele Begriffe für die vermeintlich gleiche Technologie? Oder steckt doch mehr dahinter?

Zugegebenermaßen fällt es meist nicht ganz so leicht diese Begriffe genau voneinander abzugrenzen. Gerade weil die Technologien häufig in einem Atemzug genannt werden. Auch wir werden immer wieder (und absolut gerechtfertigt!) gefragt, wie diese neuen Technologien sich denn genau voneinander unterscheiden.

Das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum

Das Bild zeigt das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum

Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum nach Prof. Paul Milgram et al. (1994)

Das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum zeigt den Übergang der ganzheitlichen realen Welt „Reality“ (links) in die vollständig virtuelle Welt „Virtuality“ (rechts). Der gesamte Zwischenraum, also der Übergang von der einen zur anderen Welt, wird als vermischte Realität oder auch als Mixed Reality (MR) bezeichnet.

Die Mixed Reality (MR) schlägt also die Brücke zwischen Realität und Virtualität. Sie steht folglich als Überbegriff für alle Technologien, die sowohl reelle, als auch virtuelle Objekte enthalten.  Im RV-Kontinuum nimmt der Anteil der reellen Objekte also von links nach rechts gelesen immer mehr ab, wobei der virtuelle Anteil gleichzeitig steigt. Grundsätzlich wird die vermischte Realität noch in die Augmented Reality (AR), also die „Erweiterte Realität“ und die Augmented Virtuality (AV), sprich die „Erweiterte Virtualität“ unterteilt.

Virtual Reality (VR)

In der Virtual Reality (VR) befindet sich der Benutzer komplett in der virtuellen Realität. Die Realität, also die reelle Welt ist komplett ausgeblendet und hat somit keinen Platz in der virtuellen Welt.
Als Betrachter der VR tauchen wir mit einem Head-Mounted-Display (HMD), besser bekannt als VR-Brille, in eine völlig neue Welt ein. So können wir zum Beispiel an Orte reisen, die wir immer schon besuchen wollten oder uns auf einen Rundgang durch unser noch nicht gebautes, aber bereits geplantes Haus begeben. In der virtuellen Welt ist vieles möglich, da diese neue Welt visuell und akustisch meist komplett computergeneriert ist. Doch auch 360°-Fotos und 360°-Videos werden meist im gleichen Atemzug mit VR genannt. Kritisch betrachtet lassen sich Virtual Reality und 360°-Elemente zwar klar voneinander abgrenzen, aber sie haben andererseits auch viele Gemeinsamkeiten. Unter dem Strich lässt sich 360°-Content aber unter dem Oberbegriff VR einordnen und zählt als Einstieg in die Virtual Reality.

Augmented Reality (AR)

Bei Augmented Reality (AR) handelt es sich um die „Erweiterte Realität“. Diese besteht also zum Großteil aus der Realität und wird schließlich nur um Elemente aus der Virtualität erweitert. Im Gegensatz zur Virtual Reality (VR) bleibt die reelle Welt somit erhalten. Die virtuellen Elemente werden über ein AR-fähiges Gerät, z.B. Smartphone, Tablet oder die Hololens in die reelle Welt projiziert.
So kennen wir Augmented Reality alle aus Sportsendungen, in denen Entfernungen oder ähnliche Informationen direkt im Bild angezeigt werden. Doch heutzutage ist mit Augmented Reality viel mehr möglich. So können wir über das AR-fähige Endgerät zum Beispiel Bilder auf einem Print-Medium zum Leben erwecken oder über GPS-Daten an einer virtuellen Stadtführung teilnehmen. Gerade die Möglichkeiten der AR-Technologie scheinen fast grenzenlos und reichen von der einfachen Sound-Datei bis zu einem virtuell eingeblendeten Stadtführer ist vieles möglich.

Augmented Virtuality (AV)

Im Gegensatz zur Augmented Reality (AR) schlägt die Augmented Virtuality (AV) die Brücke von der Seite der Virtualität. Die Technologie steht für die „Erweiterte Virtualität“ und besteht somit hauptsächlich aus Objekten der virtuellen Welt. Diese virtuelle Welt wird dann um Elemente aus der reellen Welt ergänzt.
Doch was können wir uns genau darunter Vorstellen? Durch Augmented Virtuality ist es so zum Beispiel möglich, die Gesichter eines Avatares in einem Computerspiel durch die live-Aufnahme einer Webcam zu ersetzen. Wir befinden uns also in der virtuellen Welt eines Computerspiels, die durch eine Webcam-Aufnahme aus der reellen Welt ergänzt wird. Die Technologie lässt sich so folglich auch für Meetings verwenden. Wir befinden uns also in einem computergenerierten Meeting-Raum, sehen aber trotzdem die Gesichter der in der reellen Welt weit entfernten Meeting-Teilnehmer.